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Achtsamkeitsmeditation

Es gibt fast unendlich viele Meditationsformen. Warum ich Ihnen die Achtsamkeitsmeditation vorstelle? Weil sie einfach und wirkungsvoll ist!

Das Beste ist aber: Diese Art der Meditation passt zu allen Menschen, zu all dem, was Sie persönlich glauben und was Sie sind.

Natürlich fragen Sie sich nun, wofür diese Meditation gut sein soll. Sie hilft, das Gleichgewicht zwischen Körper und Geist zu erhalten oder erfolgreich wiederherzustellen.

Die meisten Menschen sind „Tu-er“. Sie müssen immer etwas tun. Und wenn die Kraft oder die Lust fehlt, füllen sie die Lücken zwischen ihrem Tun aus mit Essen, Rauchen, Träumen, Fernsehen … Hauptsache, etwas tun. Das Resultat dieses Tuns ist oft, dass wir uns in unserer Haut nicht mehr wohlfühlen, nicht eins mit uns sind, gestresst und gehetzt sind. Wenn dann die richtigen Probleme kommen, zum Beispiel Konflikte, Krankheiten und Arbeitslosigkeit, fühlen wir uns total überfordert, der Stress wächst und wird chronisch.

Ich will hier keine Abhandlung über Stress schreiben, nur so viel: Chronischer Stress ist gefährlich für unsere körperliche und geistige Gesundheit. Krankheiten entstehen da, wo der Druck auf unsere individuelle „Schwachstelle“ wächst; und jegliche Erkrankung und jeder Schmerz vergrößert sich mit chronischem Stress. Dazu leidet die Seele, bis sie ausbrennt. Was ist dann zu tun?

Jon Kabat-Zinn hat vor 30 Jahren genau aus diesem Grund ein Programm an der University of Massachusetts Medical School entwickelt. Zu ihm kamen Menschen, denen „normale“ Ärzte nur noch sehr begrenzt helfen konnten. Und was dieses Programm so einzigartig machte, war neben seinem Erfolg die Achtsamkeitsmedititation.

Was ist Achtsamkeitsmeditation?

Achtsamkeitsmeditation ist eine einfache Methode: Dabei wird achtsam ausschließlich der eigene Atem beobachtet. „Das ist alles?“, fragen Sie? Ja! Das ist alles. Dabei kommen selbstverständlich Gedanken und Gefühle entstehen. Und diese werden einfach beobachtet – ohne dass sie bewertet werden. Einfach. Ja es ist einfach. So wird das „Im Jetzt nichts tun“ eingeübt.

Meditieren lernen in 7 einfachen Schritten

Vielleicht denken Sie jetzt, alles gut und schön – aber wie soll ich das denn konkret anstellen? Genau das verrate ich Ihnen jetzt – und wie versprochen, ist es viel einfacher, als Sie vielleicht denken.

Suchen Sie sich einen ruhigen und bequemen Ort. Tragen Sie lockere Kleidung, die Sie nicht einschnürt. Setzen Sie sich auf einen Stuhl oder ein Sitzkissen. Sie sollten ganz gerade sitzen. (Schauen Sie mal auf das Bild.)

Schalten Sie vorher Ihr Telefon aus – oder stellen Sie es lautlos, damit Sie nicht gestört werden. Sie können mit einem Wecker die Zeit einstellen, die Sie heute meditieren wollen.

  1. Stellen Sie den Wecker auf 5 bis 10 Minuten. Das ist für den Anfang völlig ausreichend.
  2. Richten Sie ihre Wirbelsäule auf. Die Hände können Sie in den Schoß oder einfach auf die Oberschenkel legen.
  3. Schließen Sie nun Ihre Augen oder schauen Sie ganz „weich“ auf einen bestimmten Punkt.
  4. Atmen Sie nun einfach in Ihrem Rhythmus und achten darauf, wie Ihre Bauchdecke sich mit dem Atmen hebt und wieder senkt. Einfach den Atem beobachten.
  5. Und dann werden Sie vielleicht bemerken, wie Gedanken und/oder Gefühle kommen. Dies ist vollkommen normal. Sie können Gedanken und Gefühle kontrollieren, indem Sie sie einfach benennen. Wenn jetzt also ein Gedanke kommt, dann sagen Sie zu sich selbst: Gedanke, Gedanke … Kommt ein Gefühl, dann versuchen Sie es zu benennen: Frust, Frust …, Ärger, Ärger…,traurig, traurig… etc., oder sagen Sie einfach zu sich selbst, Gefühl, Gefühl …. Bitte bewerten Sie es nicht, indem Sie zu sich selbst sagen: „Du blöder Gedanke, hau doch endlich ab, ich mag dich nicht; noch nicht einmal 5 Minuten kann ich ohne Gedanken sein …“ Noch einmal: Es ist vollkommen normal, wenn Gedanken und Gefühle kommen!
  6. Kehren Sie einfach immer wieder zu Ihrem Atem zurück. Einfach immer wieder sanft zu Ihrem Atem zurückkehren, auch wenn Sie sich einige Zeit in Ihren Gedanken verloren haben. Sie bleiben und kehren gegebenenfalls immer wieder zu Ihrem Atem zurück.
  7. Das ist schon alles! Ehrlich, ist das nicht wirklich einfach? Meditation ist nicht kompliziert. Im Gegenteil, sie ist sehr einfach. Die einzige Herausforderung ist, es einfach zu machen. Meditation wird Ihnen nur etwas bringen, wenn Sie es auch wirklich machen. Das Nachdenken, Träumen oder Sprechen über Meditation bringt Sie nicht weiter. Probieren Sie es doch einfach mal für 4 Wochen aus und schauen Sie, was Sich bei Ihnen tut.

Und nun, wofür ist es also gut?

Wenn Sie sich regelmäßig Zeit nehmen für Meditation, dann hat das viele Vorteile:

Regelmäßiges Meditieren wird Ihnen helfen, nicht mehr reflexartig immer das Gleiche zu machen oder zu fühlen. Weil Sie gelernt haben, nicht immer auf jeden Gedanken zu hüpfen, haben Sie nun die Gelegenheit, jetzt darüber nachzudenken, was Sie wirklich machen wollen. Sie handeln nicht immer wieder aus der Gewohnheit heraus, quasi auf Autopilot.

Meditieren hilft beim Entspannen und vielleicht werden Sie merken, wie Sie immer entspannter werden.

Ihre Konzentrationsfähigkeit wird sich bemerkbar erhöhen. Dies ist in allen Lebensbereichen förderlich.

Sie bemerken viel mehr. Die Schulung der Achtsamkeit führt zu mehr Genuss im Leben

Ihr Selbstvertrauen und Ihr Selbstwertgefühl werden wachsen. Dadurch werden sich Ihre Kontakte zu anderen Menschen verbessern.

Meditation wird Ihnen helfen, mit den Dingen in Ihrem Leben zurecht zu kommen, die Sie nicht ändern können. Dadurch werden Sie sehr viel Anspannung und Stress vermeiden können. Sie werden sich vielleicht ganz fühlen und somit vielleicht auch Einblick in Ihre spirituelle Natur gewinnen.

Sie wollen mehr Informationen? Auf der Webseite vom MBSR-Verband und bei Wikipedia finden sie mehr: http://www.mbsr-verband.org/forschung.html und http://de.wikipedia.org/wiki/Achtsamkeitsbasierte_Stressreduktion

© Institut Dr. Zottmann

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